Auf der alten Seite hieß das Land noch Mazedonien, und so lautet auch ihre Adresse. Seit Februar 2019 heißt der Staat offiziell Republik Nordmazedonien, so hatte er es im Prespa-Abkommen mit Griechenland vereinbart. Hier steht deshalb der heutige Name.
Beim Internet ist Nordmazedonien ein Land der zwei Großen. Makedonski Telekom und A1 teilen sich den Mobilfunk fast hälftig und das Festnetz zu drei Vierteln. Wer in Skopje, Bitola oder Ohrid einen Anschluss sucht, landet meist bei einem der beiden oder beim Kabelanbieter Telekabel.
- Zahlen
- Von T-Mobile und one.Vip zu Telekom und A1
- Festnetz: Glasfaser ist die häufigste Anschlussart
- Mobilfunk und 5G
- Roaming: Was deine deutsche Karte kostet
- Satellit und Funklöcher
- Zuhause in Nordmazedonien: So gehst du vor
- Anbieter
- Fragen
Internet in Nordmazedonien in Zahlen
Jede Zahl mit Stand und Quelle, darunter zum Vergleich Deutschland und der Median der Länder dieser Seite, für die die Quelle einen Wert führt.
Für alle Länder vergleichbar
Feste Internetanschlüsse je 100 Einwohner
29,9
- Nordmazedonien
- 29,9
- Deutschland
- 45,6
- Median, 42 Länder
- 36,4
Gezählt werden gebuchte Anschlüsse über DSL, Kabel, Glasfaser, Funk oder Satellit. Ein Anschluss versorgt meist einen ganzen Haushalt, deshalb liegen auch gut versorgte Länder selten über 50.
Stand 2024, Quelle: ITU über die Weltbank1
Anteil der Menschen im Internet
93,1 %
- Nordmazedonien
- 93,1 %
- Deutschland
- 93,5 %
- Median, 42 Länder
- 92,1 %
Wer in den letzten drei Monaten online war, gleich wo und mit welchem Gerät. Die Altersgrenzen legt jedes Land selbst fest.
Stand 2025, Quelle: ITU über die Weltbank1
Ausbau und Nutzung
Haushalte mit Internetzugang
91,2 %
- Nordmazedonien
- 91,2 %
- Deutschland
- 93,6 %
- Median, 38 Länder
- 95,5 %
Aus einer Befragung: Zu Hause gibt es einen Zugang, fest oder mobil.
Stand 2025, Quelle: Eurostat2
Internetnutzung der 16- bis 74-Jährigen
92,1 %
- Nordmazedonien
- 92,1 %
- Deutschland
- 94,6 %
- Median, 38 Länder
- 94,5 %
Eine einheitliche Befragung in allen erfassten Ländern und deshalb gut vergleichbar.
Stand 2025, Quelle: Eurostat2
Quellen der Zahlen
- Internationale Fernmeldeunion (ITU), World Telecommunication/ICT Indicators, über die Weltbank: IT.NET.BBND.P2, IT.NET.USER.ZS
- Eurostat, Erhebung zur Internetnutzung in Haushalten: isoc_ci_in_h, isoc_ci_ifp_iu
Die Daten stehen unter der Lizenz CC BY 4.0 und hier auf eine Nachkommastelle gerundet. Den Median und die Balkenlängen hat Internetanbieter.EU daraus selbst berechnet.
Von T-Mobile und one.Vip zu Telekom und A1
Die Anbieterliste von 2013 hatte drei Mobilfunker. Übrig sind zwei. T-Mobile Macedonia, gegründet 1996 als Mobimak, ging am 1. Juli 2015 in Makedonski Telekom auf, und die Marke T-Mobile verschwand. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur ungarischen Magyar Telekom und damit zur Deutschen Telekom.
One, damals eine Tochter der Telekom Slovenije, und VIP operator der Telekom Austria fusionierten 2015 zu one.Vip. Zwei Jahre später übernahm die österreichische Gruppe das Unternehmen ganz, im September 2019 wurde daraus A1 Makedonija.
Festnetz: Glasfaser ist die häufigste Anschlussart
Laut dem Jahresbericht 2025 der Agentur für elektronische Kommunikation AEK surfen gut vier von zehn Festnetzkunden über Glasfaser. Das Kabelnetz folgt mit etwa einem Fünftel, DSL kommt noch auf ein Sechstel und verliert weiter Kunden.
Makedonski Telekom hat mit rund zwei Fünfteln die meisten Festnetzkunden, A1 gut ein Drittel. Telekabel aus Štip kommt auf etwa jeden achten Kunden, und dahinter folgen kleine Betriebe wie Neotel in Skopje oder Kabel Net in Prilep.
Eine Besonderheit taucht in den AEK-Zahlen gesondert auf: Ein spürbarer Teil der Haushalte nutzt als Anschluss für zu Hause gar keine Leitung, sondern einen Router im Mobilfunknetz. Das ist vor allem dort eine Lösung, wo keine Leitung liegt.
Wie viele Haushalte online sind, zeigt die Tabelle neben diesem Text.
Mobilfunk und 5G
Makedonski Telekom startete im Februar 2022 das erste kommerzielle 5G-Netz des Landes. Frequenzen gab es erst danach: Im Juli 2022 vergab AEK die Frequenzen bei 700 Megahertz und 3,6 Gigahertz an beide Netzbetreiber, mit Ausbaupflichten: bis Ende 2025 die großen Verkehrswege, bis Ende 2027 alle Städte.
Neben den zwei Netzen verkaufen einige kleinere Anbieter Mobilfunk als virtuelle Betreiber, etwa MTEL, Telekabel und Green Mobile. Zusammen kommen sie nur auf einen kleinen Teil der Kunden.
Eine Prepaid-Karte gibt es nur registriert. Als Ausländer ohne Wohnsitz in Nordmazedonien zeigst du im Shop deinen Reisepass im Original.
Roaming: Was deine deutsche Karte kostet
Nordmazedonien ist EU-Beitrittskandidat, aber nicht in der EU. Für deine deutsche SIM-Karte gelten die Preise deines Tarifs für Länder außerhalb der EU. Sieh vor der Abfahrt nach, ob Nordmazedonien in einem Auslandspaket enthalten ist. Ohne Paket greift die Kostenbremse bei rund 60 Euro für mobile Daten, danach bist du offline, bis du zustimmst.
Die EU verhandelt seit Juni 2026 mit Nordmazedonien und den anderen Westbalkanstaaten über „Roam like at home“. Das Land muss die EU-Roamingregeln erst vollständig übernehmen, einen Termin gibt es nicht.
Mit einer mazedonischen Karte fällt Roaming in Albanien, im Kosovo, in Serbien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina seit Juli 2021 weg. Für die Fahrt über den Balkan in den Sommerferien ist das bequem. Griechenland und Bulgarien gehören nicht dazu, dort roamst du mit einer mazedonischen Karte zu Auslandspreisen, mit der deutschen dagegen wie zu Hause.
Satellit und Funklöcher
Starlink ist seit Juni 2022 in Nordmazedonien verfügbar, als eines der ersten Länder auf dem Westbalkan. Für Berghäuser am Šar-Gebirge oder rund um den Mavrovo-See kann das die bessere Wahl sein als ein schwaches Mobilfunksignal.
Später soll es auch ohne Schüssel gehen. Die Deutsche Telekom und Starlink wollen ab 2028 Handys direkt über Satellit verbinden, und Nordmazedonien steht auf der Liste der ersten Länder.
Zuhause in Nordmazedonien: So gehst du vor
Frag bei Makedonski Telekom und A1 nach Glasfaser an deiner Adresse, und frag auch bei Telekabel. Kommt keine Leitung in Frage, frag nach Internet über das Mobilfunknetz für zu Hause. Nimm für den Vertrag deinen Reisepass mit.
Internetanbieter in Nordmazedonien
Makedonski Telekom
- Glasfaser
- DSL
- Mobilfunk
Früherer Staatsbetrieb, gehört über Magyar Telekom zur Deutschen Telekom. Größter Festnetzanbieter, mit Glasfaser und DSL, dazu eines der zwei Mobilfunknetze. Startete 2022 als Erster mit 5G.
Früher: T-Mobile Macedonia, Mobimak
A1 Makedonija
- Glasfaser
- Kabel
- Mobilfunk
Tochter der A1 Telekom Austria Group und zweites Mobilfunknetz. Entstanden aus one und VIP operator, heißt seit 2019 A1. Im Festnetz mit Glasfaser und Kabel, im Mobilfunk etwa gleich groß wie Makedonski Telekom.
Früher: one.Vip, VIP operator, One
Telekabel
- Glasfaser
- Kabel
Kabelnetzbetreiber aus Štip und drittgrößter Festnetzanbieter des Landes. Verkauft Internet über Glasfaser und Kabel, Fernsehen und inzwischen auch Mobilfunk.
Neotel
- Glasfaser
Anbieter aus Skopje mit Glasfaserinternet, Fernsehen und Telefon für Privatkunden. Im Festnetz deutlich kleiner als die drei Großen.
Starlink
- Satellit
Satelliteninternet von SpaceX, in Nordmazedonien seit Juni 2022. Eine Option für abgelegene Häuser in den Bergen.
Nachgefragt: Internet in Nordmazedonien
Warum heißt die Adresse Mazedonien, das Land aber Nordmazedonien?
Weil die Adresse von der alten Seite stammt. Seit Februar 2019 heißt der Staat offiziell Republik Nordmazedonien, so hatte er es im Prespa-Abkommen mit Griechenland vereinbart. Im Text steht deshalb der heutige Name. In den Namen der Anbieter lebt die alte Form weiter, etwa bei Makedonski Telekom und A1 Makedonija.
Wie roame ich in Nordmazedonien mit deutscher Karte?
Zu den Preisen deines Tarifs für Länder außerhalb der EU, denn Nordmazedonien ist Beitrittskandidat, aber kein Mitglied. Sieh vor der Abfahrt nach, ob das Land in einem Auslandspaket steckt. Ohne Paket greift bei mobilen Daten eine Kostenbremse, danach bist du offline, bis du zustimmst. Seit Juni 2026 verhandelt die EU über Roam like at home, einen Termin gibt es nicht.
Welche SIM-Karte nehme ich für die Fahrt über den Balkan?
Das hängt von der Route ab. Mit einer mazedonischen Karte roamst du seit Juli 2021 ohne Aufschlag in Albanien, im Kosovo, in Serbien, Montenegro und Bosnien und Herzegowina. In Griechenland und Bulgarien zahlst du damit Auslandspreise, dort ist deine deutsche Karte die bessere Wahl. Für die mazedonische Prepaid-Karte zeigst du im Shop deinen Reisepass im Original.
Wer sind die großen Anbieter in Nordmazedonien?
Makedonski Telekom und A1. Beide teilen sich den Mobilfunk fast hälftig. Im Festnetz hat Makedonski Telekom rund zwei Fünftel der Kunden und A1 gut ein Drittel, dritter ist Telekabel aus Štip. Dahinter folgen kleine Betriebe wie Neotel in Skopje oder Kabel Net in Prilep, und MTEL, Telekabel und Green Mobile verkaufen Mobilfunk in fremden Netzen.
Was ist aus T-Mobile Macedonia und one.Vip geworden?
T-Mobile Macedonia ging am 1. Juli 2015 in Makedonski Telekom auf, das über Magyar Telekom zur Deutschen Telekom gehört. One und VIP operator fusionierten im selben Jahr zu one.Vip, und die Telekom Austria übernahm das Unternehmen zwei Jahre später ganz. Seit September 2019 heißt es A1 Makedonija.
Wie komme ich in Nordmazedonien an Internet für die Wohnung?
Frag zuerst bei Makedonski Telekom und A1 nach Glasfaser an deiner Adresse, danach bei Telekabel. Glasfaser ist laut AEK die häufigste Anschlussart, vor Kabel und DSL. Liegt keine Leitung, nutzen viele Haushalte einen Router im Mobilfunknetz als Anschluss für zu Hause. Für den Vertrag nimmst du deinen Reisepass mit.
Was hilft im Berghaus am Mavrovo-See?
Oft Starlink. Der Dienst ist seit Juni 2022 in Nordmazedonien verfügbar, als eines der ersten Länder auf dem Westbalkan, und am Šar-Gebirge oder rund um den Mavrovo-See kann die Schüssel besser sein als ein schwaches Mobilfunksignal. Später soll es auch ohne gehen: Deutsche Telekom und Starlink wollen ab 2028 Handys direkt über Satellit verbinden, und Nordmazedonien gehört zu den ersten Ländern.
Wie viele Menschen in Nordmazedonien nutzen das Internet?
93,1 % der Menschen in Nordmazedonien waren in den letzten drei Monaten online, ähnlich viele wie in Deutschland (93,5 % (Stand 2024)). Quelle für Nordmazedonien: ITU über die Weltbank, Stand 2025. Auf 100 Einwohner kommen 29,9 feste Internetanschlüsse, in Deutschland 45,6 (ITU über die Weltbank, Stand 2024).
Quellen
- AEK: Godišen izveštaj za razvoj na pazarot na elektronski komunikacii za 2025 godina, abgerufen am 16.9.2026
- Telecompaper: North Macedonia broadband market grows 1.6% in 2025, abgerufen am 16.9.2026
- Auswärtiges Amt: Nordmazedonien, abgerufen am 16.9.2026
- Magyar Telekom: Accession of T-Mobile Macedonia to Makedonski Telekom (2015), abgerufen am 16.9.2026
- Wikipedia: Makedonski Telekom, abgerufen am 16.9.2026
- Wikipedia: A1 Macedonia, abgerufen am 16.9.2026
- SeeNews: Makedonski Telekom launches first commercial 5G network in N. Macedonia (17. Februar 2022), abgerufen am 16.9.2026
- Global Voices: The construction of the 5G network in North Macedonia (Lizenzen und Ausbaupflichten), abgerufen am 16.9.2026
- Makedonski Telekom: Leitfaden zum Schutz personenbezogener Daten (Registrierung Prepaid), abgerufen am 16.9.2026
- SpaceX: Starlink is now live in North Macedonia (16. Juni 2022), abgerufen am 16.9.2026
- Investitor.me: Starlink i Deutsche Telekom lansiraju satelitsku mobilnu mrežu (3. März 2026), abgerufen am 16.9.2026
- EU-Kommission: Commission proposes to open negotiations to extend EU Roaming to the Western Balkans, abgerufen am 16.9.2026
- Rat der EU: Roam like at home, Verhandlungen mit den Westbalkanpartnern (4. Juni 2026), abgerufen am 16.9.2026
- Regional Cooperation Council: Regional Roaming Agreement, Roaming charges in the Western Balkans are now zero, abgerufen am 16.9.2026
- Verbraucherzentrale: Internationales Roaming, Kostenfallen vermeiden, abgerufen am 16.9.2026
- Neotel: Website (Glasfaserinternet), abgerufen am 16.9.2026
- Telekabel: Website, abgerufen am 16.9.2026